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19.5.2012

Chor & Orchester

Der Chor bildet seit vielen Jahren einen integralen Bestandteil des musikalischen Schullebens. Seit jüngster Zeit musizieren in einer zusätzlichen Bandgruppe die Fortgeschrittenen mit den Anfängern im Rahmen des Projektes „Schüler unterrichten Schüler“.

Besonders hervorzuheben ist die fruchtbare musikalische Zusammenarbeit mit der Realschule Vinzenz von Paul der Erzdiözese München und Freising in Markt Indersdorf.

In regelmäßigen Abständen treffen sich Bands, Chöre und Tanzgruppen beider Schulen zu einer gemeinsamen Arbeitswoche außerhalb des regulären Lehrbetriebes. Während dieser Zeit intensiver musikalischer Arbeit werden neben der Vertiefung des jeweiligen Schulrepertoires auch gemeinsame Stücke erarbeitet und zur Aufführungsreife gebracht.

Der Einblick in die musikalische Arbeit einer anderen Schule ist für alle Beteiligten sehr bereichernd. Sowohl Schüler als auch Lehrer profitieren von innovativen Ideen und Impulsen und setzen neue Maßstäbe für das eigene musikalische Wirken.

 

 

Weihnachtskonzert 2011 - Weihnachtsmusik mit viel Drive und Puste

"Endlich können wir mal zeigen, was wie können", meint ein pausbäckiger Posaunist der Bläserklasse. Und schleppt seinen großen Instrumentenkoffer in die Kirche. Es ist Anspielprobe angesagt in der St. Heinrich-Kirche in Alterlangen. Die Bläserklasse und die Bläsercombo Euro-Brass proben noch ein letztes Mal für das Weihnachtskonzert der Realschule am Europakanal, das an diesem Mittwoch Abend stattfinden wird.

Es ist ein besinnliches Konzert, zu dessen Gelingen alle Wahlfachgruppen „Musik“ der Euro-Real beigetragen. Feierlich und voll weihnachtlicher Vorfreude stimmen Trompeten- und Orgelklänge ein: Dominik Hotek (10f), ein Schüler und der Trompetenstar der Abschlussklasse, der seit Jahren die musikalischen Abende an der Schule mit seiner Kunst bereichert, und der Musiklehrer und Organist Franz-Josef Bickel spielen das Choralvorspiel „Vom Himmel hoch“ von Johann Sebastian Bach. Natürlich zeigen noch weitere Schülerinnen ihr Können auf einem Soloinstrument: Nina Paschke (9c) legt eine barocke Bourrée auf der Geige vor und Helena Waldau (9e) antwortet auf ihrem Violoncello mit der Pop-Ballade „Words“, beide spielen zur Orgelbegleitung von Herrn Bickel.

Dann kommt endlich der kleine Junge mit seiner Posaune zum Einsatz. Er ist Mitglied der Bläserklasse 5a. Beide Bläserklassen füllen den gesamten Altarraum der Kirche und – mit ihrem vollen, breiten Klang – den gesamten Innenraum der Kirche. Die Klasse 5a musiziert einige kleine Weihnachts-„Standards“ vom „Weihnachtsmann“ und „Jingle Bells“. Anfangs klingt es noch ein wenig zögernd und vorsichtig, aber bereits beim zweiten Stück merkt man doch die solide Bläserarbeit der Musikkollegen Renate Assmann und Franz-Josef Bickel. In der zweiten Runde sind die Schülerinnen und Schüler der 6a an der Reihe. Fast wie Profis schreiten sie zu ihren Plätzen, stimmen den Ton an und blasen u.a. Arrangements von Haydns Paukenschlag-Sinfonie und einem „Lied der Eskimos“, das beinahe zur Temperatur der Kirche passt. "Doch bei den Klängen des Blechs wird es einem schon warm ums Herz", so Schulleiter Ulrich Knoll, der die Bläserklassen der Unterstufe als wichtiges Aushängeschild für seine Schule sieht.

Eine weitere wichtige Gruppe der Euro-Schule ist immer bei Schulfeiern, Festen, Veranstaltungen dabei und dient nicht nur allein zur Umrahmung: die Schulband von Gabi Unterholzner. Auch diesmal wieder in vielfältiger Besetzung, aber dem weihnachtlichen Anlass angemessen nicht mit den ganz harten rockigen Stücken, sondern mit ruhigen, eher besinnlichen Popsongs, wie „Let it be“, „God rest you“ oder „Universal Child“. Überzeugend nicht nur die Instrumentalisten, eine Klasse für sich sind die Bandsängerinnen aus den Klassen 9 und 10.

Neu ins Leben gerufen wurde die Wahlfachgruppe „Akrobatik und Tanz“, geleitet von Hanne Theobald. Die Mädchen studierten eine weihnachtliche Choreografie zu einem Popsong von Mariah Carey ein und füllten den Altarraum und die Zwischengänge mit ihren Bewegungen und Formationen.

Mit dem ebenfalls neu ins Leben gerufenen Schulchor, der erstmals bei diesem Konzert auftrat und von Hubert Holzmann geleitet wird, konnte eine wichtige Lücke im musikalischen Leben der Schule geschlossen werden. Einige launige Songs, wie „Magic Christmas Moments“ oder „Santa Claus is coming“ erfreuten das Publikum, das den Kirchenraum fast bis auf den letzten Platz füllte. Zahlreiche Eltern, MitschülerInnen und Lehrkräfte konnten sich von der guten Arbeit der Musikkollegen überzeugen.

Natürlich zeigten auch die Musiklehrkräfte ein wenig von ihrer Kunst: So glänzten die beiden „Diven“ und Sängerinnen, Agnes Plier und Gabi Unterholzner samt ihrem Mann, Herrn Unterholzner, einem Musiklehrer, Chorleiter und Sänger aus Markt Indersdorf, mit einem Duett von Mendelssohn-Bartholdy und einer Händel-Arie aus dem Oratorium „Samson“. Dominik Hotek unterstützte wieder mit seiner Trompete, an der Orgel diesmal Hubert Holzmann. Eine Überraschung war der kleine, aber feine Lehrerchor, der unter der Leitung von Frau Assmann einige europäische Weihnachtslieder anstimmte.

Zum großen Finale kamen noch einmal die Bläser auf die Bühne – erst in der Besetzung der „Eurobrass“, die unter der Leitung von Herrn Bickel zwei Weihnachtslieder schmetterten, dann alle Bläser der Klasse 6a, die ebenfalls zwei Weihnachtslieder intonierten und damit alle Zuhörer zum Mitsingen aufforderten. Ein Dank geht an alle Mitwirkenden und nicht zuletzt an Frau Plier, die auch dieses Jahr wieder im Anschluss an das Konzert im Vorhof der Kirche Glühwein ausschenkte. "Endlich gibt’s was Warmes", freut sich auch der kleine Posaunenspieler. Für ihn wird natürlich Kinderpunsch ausgeschenkt.

Hubert Holzmann

Weihnachtskonzert 2010

Zwischen Tradition und Moderne

Das Publikum zu verzaubern um es für eine kurze Zeit innehalten zu lassen, es vorweihnachtliche Musik genießen zu lassen ohne „altbacken“ zu wirken – diesen Spagat meisterte das Weihnachtskonzert der Realschule am Europakanal auf erstaunlich souveräne Art und Weise.

Unter der bewährten Leitung der Lehrkräfte Renate Aßmann-Englhardt, Franz-Josef Bickel, Agnes Plier und Gabriele Unterholzner bekamen die über 400 Zuschauer in der katholischen Kirche St. Heinrich ein spritziges Weihnachtspotpourri an Klängen und Melodien zu hören. Im Mittelpunkt der Darbietungen standen vor allem die Leistungen der beiden Bläserklassen 5a und 6a. In diesen beiden Klassen wird neben dem normalen Unterrichtsgeschehen zusätzlich noch die Kenntnis in einem Musikinstrument erworben. Dass diese Kenntnisse schon recht ausgereift sind, bewies die Klasse 6a schon zu Beginn des Konzertes mit einem stimmungsvollen Opening und der Interpretation von Händels „Halleluja“, die fehlerfrei dargeboten wurden. Daran anschließend kristallisierte sich ein weiterer Publikumsliebling heraus, Trompeten-Solist und Neuntklässler Dominik Hotek. Sowohl die Air aus der Suite D-Dur als auch „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus der Kantate BWV 140 (beide: J. S. Bach) ließen die Zuhörer quasi dahinschmelzen, da Hotek die beiden schwierigen Stücke besonders einfühlsam und authentisch vortrug. Darin eingebettet bewiesen Sopranistin Agnes Plier und ihr Duett-Partner E. Unterholzner, dass Mendelssohn-Bartholdys „Ich harrete des Herrn“ ebenfalls weihnachtstauglich genannt werden kann.

Nachdem die Traditionalisten auf ihre Kosten gekommen waren, beschäftigte sich dann der Schulchor mit Unterstützung von Religionslehrer Edgar Raab mit eher poppigen Weihnachtsliedern, wie „Last Christmas“ oder dem unverwüstlichen „Feliz Navidad“.

Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete die zweite Bläserklasse 5a, die ihr Instrument ja erst seit ca. drei Monaten spielt. Trotzdem konnten die sichtlich stolzen Schüler mit „Jingle Bells“ und „Merrily we roll along“ einen Programmpunkt beisteuern, der auch manches Schmunzeln ob der Hingabe und Leidenschaft, mit der gespielt wurde, offenbaren ließ. Der Lehrerchor lieferte dann als interessanten Kontrast soulige Gospelatmosphäre, z. B. mit „Coventry Carol“ und dem inbrünstigen „Amen“, das Referendarin Sina Fensel als Erlanger Antwort auf Aretha Franklin zu einer Solo-Höchstleistung hinreißen ließ. Nicht fehlen durfte dann noch der Auftritt der Schulband, die mithilfe von John Lennons „Happy X-mas (war is over)“ wohl vor allem die Eltern im Raum an ihre Jugendzeiten erinnerte . Auch der Mädchenchor der 9f bewies mit dem französischen „Vois Sur Ton Chemin“, dass Weihnachtsliedgut nicht nur immer Englisch oder Deutsch sein muss, was einen weiteren Farbtupfer im Konzertverlauf bedeutete. Abschließend bewiesen dann noch einmal die „Stars“ der Bläserklasse 6a ihr Können, indem sie mit „Alle Jahre wieder“ und „O du fröhliche“ das Publikum zum Mitsingen animierten.

 

 

 

 

Reportage zum Weihnachtskonzert aller Musiker der RSE

Bläsergruppe
Lehrerchor
Schulband
Schulchor
Bläserklasse
Bläserklasse

Weihnachtsduft, klopfende Herzen und glänzende Augen 

Schülerinnen und Schüler begeisterten beim Weihnachtsmarkt an der Realschule am Europakanal mit weihnachtlichen Weisen 

„Ist dieser Platz noch frei?“, erkundigt sich ein Vater bei einem anderen Herrn, der auch schon einige Zeit einen Platz neben sich besetzt hält und mit genauso klopfendem Herzen auf den Auftritt seines Sprösslings wartet. Dieser wird heute sein erstes Konzert spielen. Während Mama und Tochter noch gemütlich über den schön inszenierten Weihnachtsmarkt im Schulhaus schlendern, den die gesamte Schülerschaft mit Lehrkräften und Referendarinnen sowie Referendaren gestaltet hat, und da und dort ein Präsent erstehen, beginnen sich die jungen Musikerinnen und Musiker der Realschule zu sammeln und sich auf ihr Vorspiel vorzubereiten. Die Bühne vor der Spiegelwand in der Pausenhalle zaubert plötzlich ganz besonders festliche Glanzpunkte und das Publikum sammelt sich, gespannt auf den Reigen an weihnachtlichen Weisen, den das festliche Trompetensolo (Dominik Hotek, begleitet von Frau Plier am Flügel) eröffnet.

Charpentiers „Präludium“ aus dem „Te Deum“, das auch als „Eurovisionsmelodie“ bekannt geworden ist, erwies sich am 16. Dezember als gelungener Einstieg in das Weihnachtskonzert an der Realschule am Europakanal und bald sollten sich die unterschiedlichsten Gruppierungen auf der Bühne einfinden. Um ein wenig Weihnachtsstimmung in die Schule zu zaubern traten Schüler wie Lehrer auf, und zwar nicht nur nacheinander, sondern durchaus auch miteinander, denn an der Realschule lebt man die Musik, nicht nur das Lernen und anschließende Präsentieren.

So erzählten im Konzert die drei Musiklehrerinnen als Gesangsterzett in einem „Gloria“ von Hirten und Engeln. Da ertönte auch ein Klarinettenduo mit Hirtenweisen aus dem Allgäu und bewies wieder einmal, dass Lehrer aller Fächer musikalisches Talent besitzen können. Sogar ein Musiklehrer der Vinzenz-von-Paul-Realschule aus Markt Indersdorf, der musikalischen Partnerschule, hatte sich eingeschlichen und musizierte oder sang begeistert mit.

Eine Gruppe allerdings sorgte beim Elternpublikum für feuchte Hände und pochende Herzen; sie zauberte auf unglaublich viele Gesichter ein freudiges, stolzes Staunen: die Kinder der neu eingeführten Bläserklasse unter Leitung von Frau Aßmann und Herrn Bickel. Gefasst und ruhig, unglaublich „taff“ nahmen die jungen Bläserinnen und Bläser mit den Instrumenten ihren Platz auf der Bühne ein, hörten aufmerksam auf die leisen Anweisungen ihrer Lehrer und spielten dann bravourös, als hätten sie schon etliche Konzerte absolviert, ihre drei Musikstücke. Zunächst erklang das ganze Orchester mit „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, dann präsentierte sich das Klarinettenregister mit wohlig-rundem Klang. „Schließlich ertönte mit „Jingle Bells“ das erste wirklich orchestrale Stück“, schwärmte Bläserklassen-Lehrerin Frau Aßmann nach dem Konzert, die weiß, welch große Leistung erbracht wird, wenn Anfänger in eigenen, voneinander unabhängigen Stimmen spielen müssen. Da war die Nachfrage eines Vater gar nicht so verkehrt, der sich bei der Lehrerin vor dem Konzert liebenswürdig erkundigte: „Frau Aßmann, sind sie sehr aufgeregt?“

Alle waren sich letztlich einig, Schulleitung, Lehrer, Eltern und Schüler: Unsere Bläserklasse ist wirklich spitze!

Wunderschön passten sich auch die Lieder des Schulchores (Leitung: Herr Bickel) ins weihnachtliche Programm ein und jedes Mitglied des Lehrerchors hatte in den Tagen vor dem Konzert eifrig geübt und war jetzt mit Begeisterung bei der Sache.

Vereint zeigten sich Lehrer und Schüler dann in der Bläsergruppe der Realschule, die regelmäßig an den Freitagen in der Adventszeit morgens die Pausenhalle mit Adventsliedern erfüllt hatte. Die versierten Bläser der Bläserklasse durften hier sogar mitwirken und standen selbstbewusst neben Religionslehrer Raab, der die große Tuba spielte.

Am Ende blickte man auf ein stimmungsvolles, von Studienreferendar Herrn Merklein angenehm moderiertes „Schulfamilien“-Konzert zurück, das in Yoko Onos und John Lennons „War Is Over“, schön interpretiert von der großen Schulband (Leitung: Frau Unterholzner), ein fast schon rührendes Ende fand. So manche Mama und so mancher Papa dürften mitgesungen haben, erfüllt von durchaus schon weihnachtlicher Freude.