Personal
- 1:
Schulleben. - 2:
Eltern. - 3:
Personal.- 3.1:
Schulleitung und Verwaltung. - 3.2:
Personalrat. - 3.3:
Seminar. - 3.4:
Lehrer. - 3.5:
Unserem verstorbenen Kollegen Harry Kraus. - 3.6:
Unserem verstorbenen Kollegen Helmut Roßmeier.
- 3.1:
- 4:
Informationen. - 5:
Schulentwicklung. - 6:
Kontakt.
Seminarrektor Harry Kraus
Wir sind erschüttert, wir sind sprachlos und wir sind zutiefst traurig.
Wir alle - Schüler, Lehrer, Studienreferendare und Eltern, die gesamte Schulgemeinde der Realschule am Europakanal – haben einen allseits geachteten und beliebten, einen herausragenden Kollegen und Freund verloren, dem unsere Schule viel zu verdanken hat und der viel zu früh von uns gegangen ist.
Harry Kraus kam im Jahr 2003 an unsere Schule, nachdem er vorher an anderen mittelfränkischen Realschulen unterrichtet hatte. Er übernahm zu jenem Zeitpunkt auch das Studienseminar für Geschichte.
Ich habe nie einen so engagierten, kraftvollen, mitreißenden Lehrer erlebt wie Harry Kraus. Er war von Beginn an ein enormer Gewinn für unsere Schule, ein Lehrer, der nicht nur mit Überzeugungskraft hinter seinen Fächern Deutsch und insbesondere Geschichte stand und diese auf begeisternde und innovative Weise unterrichtete. Er war von Beginn an ein Lehrer, der es glänzend verstand, im Schulleben Impulse zu setzen.
Harry Kraus war der Motor unserer Schulentwicklung, ein überzeugender Redner, begeisternder Motivator, ein Mann voller Witz und Esprit, voller Dynamik, Begeisterungsfähigkeit und Überzeugungskraft.
Er setzte über Jahre Akzente im Studienseminar. Seine Referendare haben ihn verehrt, haben von seinem Wissen und seiner Dynamik profitiert. Modernste Unterrichtsformen, Lernzirkelarbeit, handlungs- und projektorientiertes Arbeiten, Methodenvielfalt, Projektpräsentationen – all das war für ihn eine Selbstverständlichkeit. Seinem Wirken lag immer ein äußerst hoher Anspruch an sich selbst und an seine Referendare zugrunde. Bei den Schülern wurde er aufgrund seines immer niveauvollen und kurzweiligen Unterrichts und auch wegen seines unerschöpflichen Humors und seiner verständnisvollen Art verehrt.
Die Realschule am Europakanal verdankt Harry Kraus viele Elemente ihrer dynamischsten Phase. Der Gewinn des Bayerischen Schulinnovationspreises i.s.i. 2006 und des Deutschen Schulpreises 2010 sind ganz wesentlich auch seinem Wirken zu verdanken.
Unserem Kollegen Harry Kraus ging es immer um die Gestaltung unserer Schule als Lebensraum. Viele Dinge sind ganz entscheidend auch sein Verdienst: unsere Laufbewegung, unsere European Culture Runs, die Tatsache, dass wir als bewegte Schule wahrgenommen werden, die Durchsetzung des Doppelstundenprinzips und des Fachraumprinzips, die Dynamik der Steuergruppe.
Harry Kraus hat sich in höchstem Maße für die Schülerinnen und Schüler, für seine Referendare und für die gesamte Schule engagiert, weit über den Unterricht hinaus. Und vor allem auch: Sein Wort hatte immer einen hohen Stellenwert, seine pointiert-humorvolle Art und seine Initiativkraft haben uns oft getragen.
Nach bereits sehr schwerer Erkrankung letztes Jahr ist Harry Kraus noch einmal in seine Schule zurückgekehrt. Er hat sich nichts anmerken lassen, aber wir haben seine Mühe und seine innere Qual gespürt. Zunehmend litt er unter der fortschreitenden Krankheit. Doch Schule war sein Leben und – so schwer es ihm manchmal auch gefallen sein mag – er unterrichtete trotz seines zunehmend problematischen Gesundheitszustands engagiert und mit vollem Einsatz.
Harry Kraus hat seine Schule, unsere Schule, geliebt.
Es wird vieles von unserem Kollegen Harry Kraus vorbildhaft in unserem Gedächtnis bleiben.
Die Schulgemeinde der Realschule am Europakanal trauert. Wir werden Harry Kraus immer ein ehrendes Andenken bewahren.
Es sei mir ein persönliches Wort zum Schluss gestattet.
Harry,
dein Lebenslauf, dein Ultralauf ist viel zu früh zu Ende gegangen. Du warst für mich immer Motivator, Diskussionspartner und bester Freund. Was haben wir nicht alles zusammen beim Laufen ersonnen und besprochen. Wie oft haben wir zusammen gelacht, wieviel Spaß hatten wir auf unserem Weg.
Du bist die 100 km von Biel gelaufen, die 75 Kilometer des Rennsteiglaufs, einmal 137 km an einem Tag in Iserlohn. Du warst immer der Unbesiegbare und ich habe dich bewundert. Nun hat die Krankheit dich besiegt. Es fällt entsetzlich schwer, alleine weiterzulaufen.
Uli Knoll

