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19.5.2012

Schulleben

Unterwasserwelten - Profilklasse Kunst

In den ersten Wochen an ihrer neuen Schule waren die Schüler der Ganztagsklasse 5e (mit Schwerpunkt Kunst) erstmal auf Tauchstation. Die 24 Schüler, arbeiteten in ihrem Kunstunterricht bei Frau Knefelkamp und Frau Griffaton an einem gemeinsamen Projekt zum Thema Unterwasserwelten.

Inspiriert von einem Radiobericht über einen See in Russland, unter dessen dicken Eisschicht man unbekannte Bakterien gefunden hatte, machten sich die Schüler Gedanken, wie unerforschte Unterwasserlebewesen wohl aussehen könnten. Dabei wurden natürlich auch Nachforschungen darüber betrieben, wie bereits kürzlich neu entdeckte Fische und Quallen, die hunderte Meter unter dem Meeresspiegel leben, aussehen. Sie sammelten Fotos und Zeitungsausschnitte und gleichzeitig ließen sie sich selbst phantastische Formen und Farben für Unterwasserlebewesen einfallen, die vielleicht genauso schon existierten, aber noch von keinem Forscher entdeckt wurden.

Die Schüler begannen also ein solches Lebewesen zu zeichnen. Aber nicht einfach so: der Zufall wurde dabei zu Hilfe genommen und zwar in Form eines bekannten Kinderspieles, das bereits die Surrealisten und vor allem Max Ernst sich zu Nutze machten, um phantastische Kreaturen zu erschaffen. Dieses Kinderspiel, genannt Cadavre Exquis, erlaubt jedem Teilnehmer den Teilabschnitt eines Blattes Papier zu bemalen – ohne Kenntnisnahme der verdeckten Zeichnung seines Vorgängers. Öffnet man am Ende das vielfach gefaltete Papier, dann entfaltet sich ein ganz phantasievolles unbekanntes Wesen.

Die Ganztagsklasse mit Schwerpunkt Kunst hat in der Woche insgesamt sechs Stunden Kunstunterricht. Es blieb also genug Zeit für eine ganz andere Herangehensweise zum Thema Unterwasserwelten. In der nächsten doppelstündigen Einheit gestalteten die Schüler eine phantasievolle Unterwasserlandschaft aus einem Schuhkarton, Stoffresten und Pappmaché. Es entstand ein wunderschönes Farben- und Formenmeer. Parallel dazu entstanden große bunte Unterwasserkreaturen, ebenfalls aus Pappmaché.

Doris Griffaton