Zwischen Reeperbahn, Hafen und Elbphilharmonie
Am Tag der Deutschen Einheit startete die Klasse 10f ihre Abschlussfahrt nach Hamburg. Wir trafen uns früh am Morgen voller Vorfreude am Erlanger Bahnhof, jedoch wollte die Deutsche Bahn die gute Laune verderben und unser Zug hatte promt 20 Minuten Verspätung. Somit verpassten wir den Anschlusszug und mussten eine Stunde auf den nächsten ICE warten. Nach ca. fünfeinhalb Stunden kamen wir dann schließlich in Hamburg an und wurden auf der Reeperbahn mit einem eigenen Rap-Ständchen freundlich begrüßt. Auch wenn der Kiez einige sonderbare Gestalten für uns bereit hielt, lag unsere Unterkunft strategisch günstig für unsere weiteren Unternehmungen.
So führte der erste Ausflug direkt an die Landungsbrücken, wo wir uns einen Überblick vom 75qKm großen Hafen verschafften.
Der zweite Tag stand unter dem Motto Stadtgeschichte. Dazu führten uns zwei nette Hamburger Damen via Außen- und Binnenalster durch die Innenstadt zum imposanten Rathaus der Hansestadt. Anschließend wurde uns im Dungeon die dunkle Seite der Geschichte Hamburgs eindrucksvoll vorgespielt. Die Schauspieler boten einen Einblick über die Legende Klaus Störtebeckers (1360-1401), die Pest (1530), den großen Stadtbrand (1842) sowie die Flutkatastrophe (1962). Die Darstellungen waren so eindrucksvoll, dass sich manche SchülerInnen dermaßen gruselten und die Spannung kaum mehr aushielten. Nur ein Sprung in die Tiefe (freier Fall) konnte uns retten.
Am Mittwoch besuchten wir ausgeruht deutschlands ältestes Wachsfigurenkabinett (1879) am Spielbudenplatz. Im Panoptikum, dessen älteste Figuren im 19.Jhdt. modelliert wurden, bekam u.a. die Figur von Greta Thunberg mit ihrer Aufforderung zum Schulstreik viel Zuspruch. Doch das wahre Leben auf der Reeperbahn zeigte uns, dass Schulbildung wichtig ist. Am Nachmittag empfing uns der Hamburger Hafen von seiner stürmischen Seite und wehte unsere Haare während der Hafenrundfahrt, vorbei an riesigen Containerschiffen, kräftig durcheinander. Herr Schilling hatte besondere Freude am Dockland-Bürogebäude, da es die Form eines Parallelogramms aufweist. Untrennbar mit dem Hamburger Hafen ist die Elbphilharmonie verbunden, von deren Plaza wir im Anschluss noch den Blick über die Hansestadt genossen. Leider wollten die Schüler aber nicht den unvollendeten Teil von „Rachmaninows Unvollendeter“ hören, sodass wir in die Speicherstadt weiterzogen.
Dass Klassengemeinschaft extrem wichtig ist, zeigte sich beim Ausflug in die Welt der Achterbahnen am nächsten Tag. Durch aufmunternde Unterstützung konnten selbst Zweifler ihre anfänglichen Ängste überwinden und sich todesmutig in Monsterrachen hinabstürzen. Das führte zu weiteren, unzähligen Fahrten und so manch einer konnte von den Loopings und rasanten Abfahrten gar nicht genug bekommen.
Am Freitag Morgen verabschiedeten wir uns mit einem gemeinsamen Spaziergang vom Hafen, der Speicherstadt und der Reeperbahn.
Als Fazit unserer Reise können wir sagen, dass wir froh sind, wieder eine Abschlussfahrt gehabt zu haben und dass die Reeperbahn, auch wenn sie nicht der schönste Fleck Hamburgs ist, uns nicht negativ in Erinnerung bleibt.
Uns allen hat es sehr gut gefallen und wir werden noch lange und gerne an diese Fahrt zurückdenken.