Polizei hautnah

Polizei hautnah

Am Wandertag machte sich die Klasse 6c auf den Weg zur Polizeiinspektion in Erlangen. Dort wurden die Sechstklässler von den Polizisten Linda und Tobi empfangen und in einen Besprechungsraum geführt. Schon zu Beginn war die Beteiligung groß. Als Linda nach den Aufgaben der Polizei fragte, schossen sofort zahlreiche Finger in die Höhe. In einem kurzen Brainstorming sammelte die Klasse verschiedene Aufgabenfelder, wie z. B. Diebe fangen, Straßen sperren und Fahrzeuge kontrollieren. Anschließend ging es um die Ausrüstung: Was gehört eigentlich alles an den Gürtel von Polizisten? Neben Taschenlampe, Pfefferspray und Handschellen demonstrierte Tobi auch seinen Schlagstock. Er erklärte eindrucksvoll, dass oft schon das Geräusch beim Aufklappen reiche, um Straftäter abzuschrecken.
Der ursprüngliche Plan, kurze Videos über das SEK und andere Einheiten wie die Reiterstaffel anzusehen, musste kurzzeitig nach hinten verschoben werden, da die Sechstklässler die beiden Polizisten mit unzähligen Fragen löcherten. Dabei kam beispielsweise die Frage auf, ab welchem Alter man einen E-Scooter mieten dürfe. Da selbst Tobi und Linda die genaue Antwort nicht spontan parat hatten, gaben sie der Klasse die Recherche dazu als Hausaufgabe auf (richtige Antwort: 18 Jahre). Danach ging es an die frische Luft, um ein echtes Polizeiauto unter die Lupe zu nehmen. Linda präsentierte den vollbepackten Kofferraum. Neben Kelle, Alkoholmessgerät und Besen kam auch eine extrem schwere Schutzweste zum Vorschein, die jeder einmal halten durfte. Außerdem ertönte zweimal das laute Martinshorn. Linda zählte jedes Mal bis drei, sodass sich alle rechtzeitig die Ohren zuhalten konnten.Die Sechstklässler lernten zudem den Unterschied zwischen Stadt- und Landhorn kennen. Während das Landhorn hauptsächlich nach vorne schallt, ist das Martinshorn in der Stadt auch zur Seite ausgerichtet, da hier mehr Verkehr herrscht.
Das "Highlight" des Tages war die Besichtigung der Haftzellen, die für maximal 24 Stunden besetzt werden. Zum Schluss durfte die gesamte Klasse in einer großen Sammelzelle, die im Alltag nicht genutzt wird, "probesitzen", was für jede Menge Lacher und Begeisterung sorgte. Bei der Verabschiedung gab es noch ein Lob von Linda, denn keine Klasse hatte zuvor so viele Fragen gestellt. Der Ausflug zur Polizei war somit ein voller Erfolg und wird der 6c sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Paula Sedlmeier